Leistungsfaktor versteckt Ampere
Sinkt der pf von 1,0 auf 0,5, verdoppelt sich der Strom bei gleicher Wirkleistung – doppelte Kupferverluste (\(I^2R\)).
Die Formeln verwenden RMS-Werte. Im symmetrischen Dreiphasensystem gilt \(k=\sqrt{3}\) mit Leiter-Leiter-Spannung \(V\) und Leiterstrom \(I\).
Wechselstromleistung wirkt oft kompliziert, weil Spannung und Strom nicht gleichzeitig ihren Spitzenwert erreichen. Dieser Rechner hilft dir, aus wenigen Eingaben die drei wichtigen Leistungswerte zu berechnen: Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung. Damit kannst du Anlagen dimensionieren, Strombelastungen abschätzen und Ergebnisse schnell nachvollziehen.
Warum drei Leistungsarten: In AC-Schaltungen sind Spannung und Strom um den Winkel \(\varphi\) verschoben. Die Wirkleistung \(P\) (W) erledigt die eigentliche Arbeit, etwa das Drehen eines Motors. Die Blindleistung \(Q\) (VAR) pendelt zwischen Quelle und Last. Beides zusammen ergibt die Scheinleistung \(S\) (VA). Diese Größen bilden das Leistungsdreieck: \( S^2 = P^2 + Q^2 \). Der Leistungsfaktor ist \( \mathrm{pf} = P/S = \cos\varphi \). Ein niedriger pf bedeutet mehr Strom für die gleiche Wirkleistung.
Für Einphasen gilt: \( S = V I \), \( P = V I \cos\varphi \), \( Q = V I \sin\varphi \). Im symmetrischen Dreiphasensystem rechnet man mit dem Faktor \( \sqrt{3} \) und Leiter-Leiter-Spannung sowie Leiterstrom: \( S = \sqrt{3}\, V I \), \( P = \sqrt{3}\, V I \cos\varphi \), \( Q = \sqrt{3}\, V I \sin\varphi \). Verwende immer RMS-Werte.
Die Berechnung hilft bei der Auslegung von Generatoren, USV-Anlagen, Motoren oder Transformatoren und beim Verständnis von Stromrechnungen. Sie erklärt auch, warum Unternehmen den Leistungsfaktor mit Kondensatorbänken korrigieren. Mit diesem Tool kannst du schnell Szenarien vergleichen und ein Gefühl dafür bekommen, wie Spannung, Strom und Phasenverschiebung die Leistung beeinflussen.
Auch bei PV-Wechselrichtern, Ladeinfrastruktur und Werkstattmaschinen sind solche Werte wichtig, weil Sicherungen, Kabelquerschnitte und Schutzschalter nach dem Strom bemessen werden.
Sinkt der pf von 1,0 auf 0,5, verdoppelt sich der Strom bei gleicher Wirkleistung – doppelte Kupferverluste (\(I^2R\)).
Der Leistungsfaktor ist \(\cos\varphi\). 0,8 entspricht ca. 37°, 0,95 nur ~18° Phasenversatz.
Induktive Motoren “leihen” Blindleistung; Kondensatorbänke geben sie zurück. Versorger bringen so den pf Richtung 1 und schaffen Netzkapazität.
Im symmetrischen Dreiphasensystem gilt: Leiterspannung = Phasenspannung × √3 und \(S = \sqrt{3} \times V_{LL} \times I_L\). Ursache: 120°-Geometrie.
Induktive Lasten machen \(Q\) positiv. Kapazitive Kompensation zieht \(Q\) ins Negative – manche Rechenzentren fahren leicht vorlaufend, um Kabellinduktivität auszugleichen.
Induktive Lasten sind nachlaufend (Strom hinkt hinterher, \(Q\) positiv); kapazitive Lasten sind vorlaufend (Strom eilt voraus, \(Q\) negativ).
\(S\) steht in VA, \(P\) in W und \(Q\) in VAR – so lässt sich zwischen Gesamtleistung, nutzbarer Wirkleistung und reiner Blindleistung unterscheiden.
Alle Berechnungen passieren lokal im Browser – keine Uploads.
\(V = 230\,\text{V}\), \(I = 3{,}5\,\text{A}\), \(\mathrm{pf} = 0{,}8\) (nachlaufend):
Prüfung: \( S^2 \approx P^2 + Q^2 \) sollte gelten (Rundung zulässig).