Verdünnungsrechner: genaue Lösungen mit C1V1 = C2V2
Eine Verdünnung macht aus einer konzentrierten Stammlösung eine schwächere, alltagstaugliche Lösung. Dieser Rechner löst die Gleichung C1V1 = C2V2 und zeigt dir, wie viel Stammlösung du benötigst, wie viel Lösungsmittel du hinzufügen musst und welches Endvolumen daraus entsteht. Das ist hilfreich im Labor, in der Küche, in der Industrie oder beim Ansetzen von Reinigern und Gartenmitteln.
Der Kern der Verdünnung ist leicht zu verstehen: Die Stoffmenge bleibt konstant, nur das Gesamtvolumen wächst durch Zugabe von Lösungsmittel. Dadurch sinkt die Konzentration in genau dem Verhältnis, das die Formel beschreibt.
- C1 — Anfangskonzentration der Stammlösung (z. B. M, mM, %, ppm)
- V1 — Volumen, das aus der Stammlösung entnommen wird
- C2 — gewünschte Endkonzentration
- V2 — Gesamtvolumen der verdünnten Lösung
Verdünnungsfaktor (VF): VF = C1/C2 = V2/V1. Ein VF von 10 bedeutet 10× (1 Teil Stammlösung + 9 Teile Lösungsmittel).
So nutzt du den Rechner
- Wähle aus, welche Größe du berechnen möchtest: C1, V1, C2 oder V2.
- Gib die drei bekannten Werte ein und achte auf konsistente Einheiten.
- Prüfe das Ergebnis und den Verdünnungsfaktor, ob der Maßstab plausibel ist.
- Wenn du V1 berechnest, ziehe V1 von V2 ab, um das Lösungsmittelvolumen zu erhalten.
Beispiel: Du willst 500 mL einer 0,10 M NaCl-Lösung aus einer 1,0 M Stammlösung herstellen. V1 = (0,10 × 500) / 1,0 = 50 mL. Miss 50 mL Stammlösung ab und fülle mit Lösungsmittel auf 500 mL auf (10×-Verdünnung).
Typische Anwendungen
Verdünnungsrechnungen sind Standard bei der Herstellung von Puffern, Reagenzien und Standardreihen. Sie tauchen aber genauso in Rezepturen für Getränke, in der Reinigung, in Aquarien oder bei Pflanzenschutzmitteln auf. Immer wenn eine Anleitung ein Mischungsverhältnis oder eine Zielkonzentration angibt, liefert dieser Rechner die passenden Volumina.
Reihenverdünnungen und Einheitentipps
Sehr große Verdünnungen werden oft in Stufen durchgeführt, sogenannte Reihenverdünnungen. Drei Schritte 1:100 ergeben insgesamt 1:1.000.000, was sich deutlich präziser pipettieren lässt als ein einzelner Riesenschritt.
- Konzentrationsfamilien müssen zusammenpassen zwischen C1 und C2 (Molarität zu Molarität, Prozent zu Prozent).
- Volumeneinheiten müssen identisch sein zwischen V1 und V2 (mL zu mL, L zu L).
- Die Umrechnung zwischen Prozent und Molarität erfordert Dichte und molare Masse, deshalb werden sie hier getrennt behandelt.